Internatsausflug 18-19.01.2020

Internatsausflug nach Koblenz, 18.01-19.01.2020

Unser Internatsausflug, der erste von 3 angesetzten in diesem Halbjahr, begann am 18.01.2020 um 5:45 Uhr in der Frühe, mit der hl. Messe die Pater Merkle für uns gelesen hat. Pater Steinle war, als Vorauskommando, zusammen mit Frau Kohl schon seit Freitagmittag unterwegs nach Moselweis, zum Ort unserer Unterkunft. Die Kapelle der Bruderschaft für den Bereich Koblenz. Ein sehr altes Gemäuer aus dem 1900 Jahrhundert, mit einer bewegenden Geschichte. Die Kapelle Mariä Heimsuchung − im Oktober 1986 gegründet und durch S.E. Marcel Lefebvre benediziert − war bis dahin Klosterkirche der Schwestern von der Heimsuchung (in Deutschland nach ihrem Stifter, dem hl. Franz v. Sales, „Salesianerinnen“ genannt). Seit der Gründung im Jahr 1863 beherbergte das Kloster ein Mädchenpensionat mit Schule. Durch Papst Pius XI. wurde 1927 in diesem Kloster die Erzbruderschaft von der Ehrenwache des Heiligsten Herzens Jesu errichtet. Im Krieg durch einen Bombenangriff am 22. Dezember 1944 völlig zerstört, wurde das Haus in der heutigen Form wieder aufgebaut.

Nach der hl. Messe konnten wir in Ruhe Frühstücken, anschließend ging es mit Bus und Straßenbahn zum Hauptbahnhof Saarbrücken und von dort aus mit dem Regionalexpress Richtung Koblenz. Die gesamte Reise, ging durch wunderbare Landschaften, entlang der bedeutenden Flüsse, Saar, Mosel und der Rhein, unserer Region Südwest Deutschland, Saarland, Rheinland-Pfalz. Alle waren gespannt, was der Tag uns bringen würde und konnten aus dem schnell dahin sausenden Zug viele schöne Dinge sehen, Städte, Dörfer, viele Burgen und Ruinen, alte Bahnhöfe, Wälder, die Saarschleife bei Merzig, Tunnel die durch die Berge führten, Brücken über die großen Flüsse, die Aussicht beim Prinzenkopf, da kann man die Mosel gleich vier Mal sehen, viele Weinhänge, Wiesen und Felder der Eifel und zu guter Letzt die alte Stadt Koblenz mit ihrer 2000 jährigen Geschichte.

In Moselweis angekommen, konnten wir  gleich unser Lager beziehen und Dank der Vorbereitungen, um 11:30 Uhr uns an den gedeckten Tisch setzen und eine gute Erbsensuppe mit Würstchen genießen.

Nach dem Mittagessen ging es in Koblenz zum „Wehrtechnischen Museum“, eine sehr umfangreiche Sammlung aller technischen Geräte rund um das Thema: Waffen des Militärs, man hätte den ganzen Tag dort verbringen können, so umfangreich waren die ausgestellten Exponate.  Das ging natürlich nicht, da nach 2 stündigen lesen der Begleittexte, deutliche Ermüdungserscheinungen bei den Jungs festzustellen waren. Zudem der Einkaufsbummel, das deutsche Eck und die Eroberung der Festungsanlage Ehrenbreitstein noch auf dem Programm standen.

Nach dem „Einkaufsbummel“, hieß unser neuer Treffpunkt, das deutsche Eck. Der Punkt an dem die Mosel in den Rhein fließt…beides wird vom Kaiser Wilhelm  den Ersten überwacht, mir wurde das Standbild übrigens folgender Maßen erklärt: Es handelt sich eigentlich um St. Martin, der einer armen Frau seinen geteilten Mantel überreicht!

Anschließend ging es mit dem Bus zur Festung Ehrenbreitstein, eine Festung die im 19 Jahrhundert ihre guten Dienste gegenüber unseren heutigen, guten, französischen Freunden getan hat. Wir haben den Anstieg natürlich erwandert und konnten oben auf dem Fels angekommen, eine wunderbare Nachtaussicht über die Stadt geniessen, mit ihren funkelnden Lichtern, die beiden großen Flüsse, die hier unterhalb, „konfluenzen“, (lat. zusammenfließen), daher der Name Koblenz. Nach erfolgtem, langsamem Abstieg, ging es mit der SBahn zurück nach Moselweis zum bunten Abend, der gegen 23:00 Uhr Mit dem Abendgebet endete.

Der Sonntag unserer Reise begann mit dem frühzeitigen Wecken und dem klassischen Hochamt in unserer wunderschönen Kapelle „Unserer Lieben Frau“, die in der Weihnachtszeit mit einer schönen Krippe geschmückt war. Nach einem Abschlussfoto in der Kapelle, ging es zum sonntäglichen Mittagessen, zudem auch einige Eltern kommen konnten, köstliches Dessert im Gepäck.

Danach hieß es, mit viel Dank Abschied nehmen.

Neuer Kurs Richtung SBahn, die uns nach einer Stunde Fahrt in Bullay aussteigen ließ. Hier hatte Pater Steinle noch einen Verdauungsspaziergang eingeplant der uns zum Prinzenkopf führte. Eine Aussichtsplattform von der man, in verschiedenen Richtungen, die Mosel gleich vier Mal erblicken kann. Nach einem sehr üppigen Imbiss ging es  mit dem Regionalexpress, Süd-West, („Süwex“), bis zum Hauptbahnhof Saarbrücken, anschließend mit SBahn und Bus nach Fechingen/ Hasenberg.

Nach diesem erlebnisreichen Wochenende fielen alle, zur verdienten Nachtruhe zufrieden und sehr müde ins Bett.

Uwe Bibow

Internatsleiter